Das Jahr 2009 ist für die Binzer und ihre Gäste ein ganz Besonderes. Wir feiern ein Jahr lang “125 Jahre Seebad Binz (1884 – 2009)” und freuen uns, Sie in unserem Jubläumsjahr begrüßen zu können.
Binz ist aber natürlich schon um ein Vielfaches älter: bereits 1318 wurde der Ort als Byntze erstmals urkundlich erwähnt. Byntze war ein slawisches Fischer-Bauerndorf unweit des Cholzen (Schmachter See), der durch die Ahlbeeck (Ahlbeck) mit der Ostsee verbunden war. Zum Strand führte ein Sandweg, heute die Putbusser Straße. Siedlungskern waren die heutige mittlere Bahnhofstraße und die Rabenstraße, Kirchdorf und Zentrum des Kirchspiels war Zirkow.
Seit 1780 im Besitz des Fürstenhauses zu Putbus, lässt Fürst Malte ab 1825 am Strand von Binz die ersten Badekarren für seine hochherrschaftlichen Gäste aufstellen. In einer Schilderung aus dem “Reisegesellschafter durch Rügen” aus jener Zeit heißt es:
Wer sich des kalten Seebades bedienen will, es aber nicht liebt, sich im Freien zu entkleiden, benutzt einen der Badekarren.
Auf einer kleinen Treppe steigt der Entkleidete ins Bad – und auch die züchtigste der Frauen darf sich nicht scheuen, eines solchen Badekarrens sich beim Baden zu bedienen, denn außer, dass solcher an den Seiten bekleidet ist… ist auch dafür gesorgt, dass durch einen seewärts niederzulassenden Vorhang die Badende sich dem Blicke jedes Lauschenden gänzlich entziehen kann.
1884 zum Seebad ernannt, nimmt die Entwicklung von Binz einen raschen Lauf: 1893 eröffnet das erste Kurhaus, 1895 ist die Kleinbahnlinie Putbus-Binz fertig, ein Herren-, Damen und später auch Familienbad werden eingerichtet und 1902 dann die erste Landungsbrücke (damals sogar stolze 600m lang) eingeweiht …
Eine Dauerausstellung im Haus des Gastes informiert Sie zu weiteren Details der Ortsgeschichte von Binz. Den Eventkalender und viele Impressionen finden Sie im Internet unter www.125Jahre.inBinz.info
